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Wie
beurteilen Sie die aktuelle Marktentwicklung im TK-Segment Gemüse?
Heiko Grobecker: Durch den Einstieg immer neuer,
bistang konventionell produzierender Hersteller in das Bio-Geschäft
ist auch dieser Bio-Bereich stark steigend.
? Welchen Stand hat der Anteil von Bio-Ware
im Segment erreicht, welches Potenzial messen Sie ihm für die
Zukunft zu?
Grobecker: Der Bio-Anteil am Gesamtmarkt ist sicher
noch ungenügend – das Potenzial und die Aussichten für
die nähere Zukunft sind glänzend.
? Sind in Ihrem Unternehmen vor dern Hintergrund
der Fleischkrise aktuell Umstellungen der Verbraucher hinsichtlich
ihrer Ernährung spürbar?
Grobecker:
Wir liefern ja in die unterschiedlichsten Weiterverarbeitungsbereiche.
Eine imposante Rückmeldung haben wir von einem Hersteller biologischer,
vegetarischer Brotaufstriche: Dort berichtet man von bis zu vierstelligen
Umsatzzuwächsen...
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Sind
in Ihrem Hause besondere Entwicklungen vorgesehen? Weiten sich ihre
Anbauzahlen aus?
Grobecker:
Anfang des Jahres haben wir aus einem niederländischen Entwicklungshiffefond
Gelder bewilligt bekommen, um in Kroation ein Bio-Projekt für
Gemüse zu gründen. Unsere dafür eigens gegründete
Firma heißt Tradin Organic Agri. Wir werden dort zunächst
mit Frischgemüse beginnen, mit Paprika, Gurken, Auberginen
und Tomaten. Außerdem wird, allerdings im Segment Obst, unser
Einkaufsbüro in Indien in den nächsten vier Wochen erstmals
TK-Ananas und TK-Bananen beschaffen.
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Gibt es am Markt aktuell Verknappungen oder Überschüsse
einzelner Gemüsearten?
Grobecker:
Von Überschüssen in der Bio-Produktion ist nirgendwo die
Rede. Was unser Import-Sortiment betrifft, gibt es zur Zeit noch
keine Verknappungen.
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Welche Marktbeeinflussung oder -lenkung gelingt Ihnen auf Grund
der Größe Ihres Hauses?
Grobecker:
Wir konzentrieren uns nicht auf eine einzelne Produktgruppen. Unser
Spezialistentum begründet sich in der Tatsache, dass wir ausschließlich
Bio-Roh- und Grundstoffe für Hersteller handeln. In diesen
Produktgruppen zählen wir uns zu den maßgeblichen Lieferanten.
? Auf der Bio-Fach war erkennbar, dass
einige Preisbrecher wider alle Not als Billigheimer auftreten wollen.
Machen Sie diese Beobachtung am Markt ebenfalls?
Grobecker:
Zu unserem ureigenen Geschäft des Rohstoffhandels gehört
leider der Preisvergleich. Wir beschaffen die gehandelten Produkte,
wir veredeln Sie nicht. Wir sind es daher gewohnt, von unseren Kunden
recht schnell am Preis gemessen zu werden. Die nachgeordneten Handelsstufen
können und sollten sich mit Bio-Produkten profilieren, ohne
gleich zum letzten Mittel greifen zu müssen.
EK
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