PRESSE VEROFFENTLICHUNGEN |
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Ehrgeiziges
Projekt in Fernost
Rohstoffe aus China erobern den Europäischen
Markt
In
den letzten Jahren taucht immer häufiger der Name Volksrepublik
China in Exportpapieren für Bio-Rohstoffe auf. Deutsche
Importeure bereisten kürzlich den Nordosten Chinas und
besuchten Anbau- und Verarbeitungsprojekte; BioHandel begleitete
sie.
Text und Fotos Karin Heinze
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| Viele emsige Hände: Kürbiskerne
für Europa in der Endkonfektion |
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Rund
3.500 Kilometer per Flugzeug, Bahn und Auto legte die sechsköpfi
ge Reisegruppe in Begleitung ihrer chinesischen Gastgeber in fünf
Tagen zurück, um eine Vorstellung davon zu bekommen, mit welch
Riesenschritten sich der Bio-Markt in China entwickelt. Zwei Unternehmen
haben die Chance erkannt, in dieser Aufbruchsituation ihre Geschäftsidee,
die Erzeugung und Verarbeitung von Rohstoffen aus ökologischem
Anbau, zu etablieren: der holländische Importeur Tradin
und die chinesische Winged-Ox Company. Sie kooperieren,
um den noch marginalen Markt zu vergrößern.
Die Einschätzungen
zum Umfang des chinesischen Bio-Exportmarktes gehen weit auseinander:
Während Organic Trade Service den Wert der exportierten
Waren mit 150 Millionen US-Dollar angibt, sind andere Insider vorsichtiger.
Diesen Quellen zufolge dürfte das Bio-Exportvolumen Chinas bei
20 Millionen US-Dollar liegen. Winged-Ox wird 2002 voraussichtlich
einen Jahresumsatz von 9 Millionen US-Dollar erreichen.
China
ist auf dem mühsamen Weg vom Agrarland zum Industriestaat. Es
kämpft mit Anpassungsschwierigkeiten an die effektiven Systeme
der westlichen, industrieller Landwirtschaft und mit enormen Umweltproblemen.
Der europäische
Partner steht für Aufschwung
Welch hohes Vertrauen das junge chinesische Unternehmen
Winged-Ox genießt, beweist ein 1,5 Millionen Dollar-Kredit,
den die große Privatbank Bank of Minsheng dem Unternehmen
für Maschineninvestitionen und den Aufbau von Zweigfi rmen gewährt
hat. Die Kreditgeber sind überzeugt von der ukunftsfähigkeit
des Handels mit Bio-Rohstoffen und von den Projekten der Winged-Ox
Company.
In
einer Zusammenkunft äußerte der Direktor der Minsheng
Bank, Lin Zhi Hong, seine Überzeugung, dass dem Bio-Markt
in China eine strahlende Zukunft („a bright future“)
bevorstünde. „Selbst wenn nur ein Prozent der Agrarfl
äche bio würde, wäre das ein Riesenpotenzial“,
sagt Li Tao, der Chef von Winged-Ox. Derzeit liegt der
Anteil der organisch bewirtschafteten Agrarfl äche bei etwa
0,06 Prozent.
Sicherheit
für den Geldgeber bringt das Joint-Venture mit dem holländischen
Bio-Handelsunternehmen Tradin. Dadurch ist nicht nur die
direkte – (Kosten und Zeit sparende) - Abwicklung des Exports,
ohne Einbeziehung der staatlichen Bürokratie möglich,
sondern auch ein hilfreicher Technologie- und Knowhow- Transfer
aus Europa. Ein weiterer Vorteil sind die über Jahre gewachsenen
Handelskontakte zum gut erschlossenen Bio-Markt Europas, der mit
hohen Wachstumsraten aufwartet.
Beispiel
Sonnenblumenkerne: Europa fragt jährlich etwa 4.500 Tonnen
Bio-Kerne (zum Verzehr, nicht für Öl) nach, davon allein
Deutschland 2.500 Tonnen. Winged-Ox produziert derzeit
2.000 Tonnen, rund 95 Prozent davon gehen über Tradin
nach Europa. Die Jahreskapazität aller Waren, die durch die
Reinigung und Endkonfektion in der Zentrale von Winged-Ox
in Dalian laufen, beträgt rund 20.000 Tonnen. Es handelt sich
um Buchweizen, Reis, Soja und andere Bohnenarten bis hin zu Sonnenblumen-
und Kürbiskernen. Die Ernten stammen aus 16 fi rmeneigenen
organischen Anbauprojekten. Rund 30.000 Hektar wurden so bereits
auf ökologischen Landbau umgestellt oder sind in Umstellung.
Die
Bio-Idee verbreiten
Li Tao (37), Gründer und Chefmanager der Firma Winged-Ox,
ist sich sicher, dass das agrarische China neue Impulse braucht.
Vor allem die ökologische Idee. Seit 1994 beschäftigt
sich Li, der eigentlich Lehrer für chinesische Sprache ist,
intensiv mit dem Öko-Landbau.
| Zwei, die den Bio-Markt entwickeln
wollen reichen sich die Hand: Chen Conhong (re) von der Beijing
Organic Food Company und Li Tao, Gründer der Firma
Winged-Ox |
Er
hat Unglaubliches geleistet: In fünf Provinzen im Norden der
Volksrepublik gründete er in wenigen Jahren acht Zweigfi rmen,
die für die Verarbeitung der Ernten aus den 16 Anbauprojekten
zuständig sind. Die Zentrale des Unternehmens ist in Dalian
angesiedelt, der wichtigsten Hafenstadt des Nordens. Von dort aus
gehen die Schiffscontainer nach Rotterdam zur Firma Tradin, die
seit 1998 zu fünfzig Prozent an Winged-Ox beteiligt
ist.
Dem
Betrieb im Gewerbegebiet der sehr westlich geprägten Hafenstadt
stehen 6.500 Quadratmeter Fläche zur Verfügung, jeweils
1.000 Quadratmeter nehmen Lager und Produktion ein. Mit eigenen
Lkw und per Spedition wird die vorverarbeitete Ware von den Zweigstellen
nach Dalian gebracht.
| Arbeitskräfteintensiv und
kostengünstig: Die Landwirtschaft spielt in der chinesischen
Wirtschaft eine herausragende Rolle. |
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Ehrgeizige
Ziele verwirklicht
Wenn
Deutschland und die USA es geschafft haben, einen erfolgreichen
Bio-Markt aufzubauen, dann schaffen wir das auch“, sagt
Li Tao. Die Zukunft gehöre den Bio-Produkten. Dass dieser
Anspruch eine Menge Arbeit mit sich bringt, stört ihn
offenbar nicht. Mit viel Ehrgeiz und Power geht der Firmengründer
an die Sache heran. Zur Verstärkung der Geschäftsführung
kam Rob van Baal aus Holland nach Dalian. Gemeinsam mit Li
versucht er den hohen Ansprüchen der ausländischen
Kunden an Qualität und Verarbeitungsstandards gerecht
zu werden.
Li
Taos essentieller Part an der Unternehmensentwicklung ist
das Knüpfen und die Pflege von Kontakten. Geschäfte
werden in China noch traditionell mit Handschlag besiegelt.
Beim Handel gehört es zu den obersten Geboten, sein Gesicht
zu wahren. Geschäftsfreundschaften haben dabei einen
außerordentlich wichtigen Anteil an den Handelsbeziehungen
und werden sorgfältig gepflegt. Besonders die Kontakte
zu offiziellen Stellen wie Lokalverwaltungen und Provinzregierungen
spielen eine große Rolle, wenn man schnell etwas erreichen
und zügig umsetzen will.
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Landeskunde - Andere
Dimensionen
Die Dimensionen sind anders: Der rittgrößte
Flächenstaat der Erde erstreckt sich rund 5.000
Kilometer von Osten nach Westen und 4.000 Kilometer
in Nord-Süd-Richtung - das sind 9,6 Millionen Quadratkilometer.
Nur ein Drittel der Fläche ist Flachland, 33 Prozent
sind Gebirge, über ein Viertel Hochland, der Rest
hügelig.
Die Volksrepublik stellt mehr als ein Fünftel der
Weltbevölkerung (22 %). Etwa die Hälfte der
arbeitenden Menschen ist in der Landwirtschaft tätig,
vor 20 Jahren waren es noch über 70 Prozent.
Zwischen Stadt und Land klafft ein iesenunterschied.
Erhebungen von 1996 zufolge gab es pro 100 Haushalte
folgende Geräte:
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Stadt
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Land
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| TV |
90
|
17
|
| Waschmaschine |
89
|
17
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| Kühlschrank |
66
|
5
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| Fahrräder |
194
|
147
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| Internetnutzer 2002
(Schätzung) : 45 Millionen |
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Winged-Ox überflügelt
alle
Die Firma
Winged-Ox wurde 1994 gegründet. Li Tao (37)
echselte damals den Beruf: Vom Lehrer für chinesische
Sprache wurde er zum Firmengründer. Der Name Winged-Ox
(„Geflügelter Ochse“) war Programm. Er signalisiert
Dynamik und hohe Ziele. Der Ochse als traditionelles Symbol
für die chinesischen Landwirtschaft, die Flügel
als Zeichen für den Aufschwung. Li kümmerte sich
fortan um den Aufbau seines Bio-Handelsunternehmens, baute
Kontakte zu offiziellen Stellen und Landwirten auf, organisierte
die Verarbeitung der Rohstoffe und bemühte sich um die
Vermarktung. Mit der Bio-Idee kam der 37-Jährige bereits
früh in Berührung. Sein Vater, Li Cheng Fang (62),
ist Pionier der chinesischen Bio-Bewegung und heute Chief
Chairman der Zertifizierungsorganisation IMO in China.
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Service
und Verarbeitung im Fokus
Tradin hat die Fabrik in Dalian mit modernster Technik
ausgestattet, zum Beispiel mit optischen Verlesegeräten aus
England und Gravitationstischen aus den USA, um die Reinigung zu
professionalisieren. Der Memminger Stephan Selzle ist für den
Aufbau und die Wartung der Maschinenparks in den Zweig- firmen und
der Zentrale zuständig. In enger Zusammenarbeit mit den Fabrikleitern
und Spezialisten für Verarbeitung achtet er darauf, dass möglichst
alle Kundenwünsche erfüllt werden können. Moderne
Technik in Kombination mit Handsortierarbeit ist die Lösung
für den hohen Qualitätsstandard, den Winged-Ox
bieten will.
Im
Probeanbau auf Testparzellen werden Anbauverhalten, Ertrag, Verarbeitungseignung
und Geschmack überprüft und mit den Kunden abgestimmt.
Das Unternehmen ist zertifiziert nach den Qualitätsmanagementsystemen
ISO 9002, GMP (Good Manufacturing Practise, Management-Produkt-Kontrolle)
und HACCP.
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| Geschäftspolitik auf Chinesisch:
Wichtig sind Kontakte zu Vertretern von Behörden, Regierung
und Handelspartnern. Die Ämter sind wohlwollend gegenüber
Bio-Projekten eingestellt. |
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Kundenorientierter Anbau
Anja Wankum,
Einkäuferin bei der Firma Natumi, ist auf der
Suche nach hochwertigen Sojabohnen einer bestimmten Sorte
für Soja-Drinks. Es gibt ungefähr 3.000 verschiedene
Soja-Sorten. Der Geschmack ist in diesem Fall ein wichtiges
Kriterium. Sie hat ein entsprechendes Warenmuster im Gepäck.
Winged-Ox hat diese Sorte bislang nicht im Anbau.
Die Firma arrangiert ein Treffen mit dem Soja-Spezialisten
der Universität Jilin, Professor Liu Pau Quan, sowie
dem Projektleiter für den Soja-Anbau bei Winged-Ox.
Im Gespräch werden Einzelheiten über die Anbaumöglichkeiten
und Erfahrungen mit einzelnen Sorten ausgetauscht. Winged-Ox
wird einen Probeanbau der gewünschten Sorte vornehmen
und die Ernte zu Produkttests nach Deutschland schicken.
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Bio
für Chinas Städter
Anstrengungen, den Binnenmarkt zu entwickeln, werden ebenfalls unternommen.
Sie stehen ganz klar an zweiter Stelle hinter dem Exportgeschäft
für Winged-Ox. In den Ballungszentren wie Beijing
und Shanghai gibt es entsprechende Nachfrage von Verbraucherseite.
Hier arbeitet Winged-Ox mit der Beijing Organic
Food Company zusammen. Das von Frau Chen Conghong gegründete
Unternehmen produziert in eigenen Anbauprojekten Gemüse und
Getreide, Ölsaaten und Tee. Die Waren werden unter dem Handelsnamen
Organic Farm in großen Supermärkten wie Carrefour,
Sogo und Pricemart vertrieben werden.
Im
Preis liegt die Bio-Ware bei Carrefour etwa 25 Prozent
über dem herkömmlichen Angebot. „Der Absatz ist
sehr gut, denn die Städter sind sehr sensibel gegenüber
dem Thema Gentechnik und bevorzugen gesunde Nahrung“, sagt
Chen Conghong.
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| Der chinesische Verbraucher achtet
auf Qualität und ist kritisch gegenüber den Themen
Rückstände und Gentechnik. Rund 40 Prozent des Einkommens
werden für Lebensmittel ausgegeben |
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Vermarktung
über den LEH
Die Abteilung für Bio-Produkte im Carrefour-Supermarkt
in Peking ist ansprechend gemacht. Auf einem freistehenden Marktstand
sind Körbe angeordnet, worin übersichtlich Trockenware
und abgepacktes Gemüse präsentiert wird. Eine Verkäuferin
steht für Fragen zur Verfügung. Die Frischware wird täglich
geliefert, die Auswahl an Trockenprodukten ist allerdings noch bescheiden.
Bald soll wegen der großen Nachfrage eine Fleischtheke dazukommen.
Große
Schilder geben über die Anbauweise und die Vorteile der Organic
Farm-Produkte Auskunft. Carrefour unterstützt die
Initiative auf zweierlei Weise: Der etwa 40 Quadratmeter umfassende
Platz für das Bio-Sortiment wird kostenlos zur Verfügung
gestellt. Außerdem hat Carrefour kein so genanntes
Greenfood gelistet. Das sind Produkte aus integriertem Anbau, die
sehr verbreitet sind, aber keiner Zertifizierung unterliegen.
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| Alles aus einer Hand: Winged-Ox
setzt auf eigene Anbauprojekte, eigene Verarbeitung und eigene
Logistik |
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Schlussbetrachtung
Genauso beeindruckend wie die Größe des Landes, die in
einer Woche natürlich nur erahnt werden kann, ist die Aufbruchstimmung,
die überall zu spüren ist. Die Chinesen, jahrzehntelang
in ihrem Tun von Regierungsseite reglementiert, scheinen alles nachholen
zu wollen, was lange verboten war. Die Öffnungspolitik seit
Anfang der 80-er Jahre macht es möglich.
China
ist in die Reihe der 20 größten Exportnationen aufgerückt
und für ausländische Investoren interessant geworden.
Allerdings bedeutet die Integration in den Weltmarkt auch Wettbewerbsdruck:
Chinas Binnenmarkt ist gezwungen, sich anzupassen und wirtschaftlich
effektiver zu arbeiten.
Die
Bio-Bewegung ist noch ein zartes Pflänzchen. Allerdings wird
von den Chinesen nicht übersehen, welch interessanter Exportmarkt
sich für Bio-Produkte in Europa und anderen Kontinenten entwickelt.
Da gut die Hälfte der 1,3 Milliarden zählenden Bevölkerung
noch in der Landwirtschaft tätig ist, ergibt sich hier eine
attraktive Möglichkeit, kostengünstig handarbeitsintensive
Güter zu produzieren. Wenn dazu sichere Vermarktungswege vorhanden
sind, wie im Fall der Kooperation von Winged-Ox und Tradin,
passen alle Faktoren für ein zügiges Wachstum zusammen.
Die
Chinesen sagen zum Abschied „Manman zou“, was heißt
„gehen Sie vorsichtig“ (so viel wie: Passen Sie auf
sich auf). Angesichts der dynamischen Entwicklung möchte man
das wirklich wünschen.
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| Rohstoffe aus aller Welt für die ganze Welt |
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Die
Holländische Firma Tradin mit Sitz in Amsterdam, ist
bereits seit 1980 im Bio-Handel tätig. Die Kompagnons
Wim Rabbie und Gerard Versteegh haben es verstanden, systematisch
die Kontakte in die wichtigen Bio-Anbauländer in Übersee
aufzubauen. Darüber hinaus ist es Tradin gelungen, durch
eigene Projekte in Südamerika und China die Rohstoffbasis
zu sichern und die Qualität schon vor Ort zu kontrollieren
und zu verbessern. Die Produkte kommen aus über 30 Ländern. Eigene Büros bestehen in der Dominikanischen Republik,
China, Indien, USA, Deutschland und Frankreich. Das Jahresumsatzvolumen
belief sich 2001 auf 50 Millionen Euro. Der erste Kontakt nach China entstand 1993 zwischen Gerard
Versteegh und Li Cheng Fang. Auf der BioFach 1995 waren Tradin
und Winged-Ox zufälligerweise Standnachbarn. Da die Kapazitäten
und Qualitäten für Sonnenblumen- und Kürbiskerne
in Europa nicht ausreichten und China mit weiteren interessanten
Rohstoffen aufwarten konnte, wurde über eine Kooperation
nachgedacht. Nach mehreren Warentestsendungen, dem Umzug von
Winged- Ox nach Dalian 1999 und der Reorganisation der Firma,
vereinbarte man eine enge Zusammenarbeit in Form eines Joint-Venture.
Gerard Versteegh: „Der Vorteil liegt darin, dass sich
jeder auf seine Kernkompetenz konzentrieren kann und das Risiko
geteilt ist. Winged-Ox kümmert sich um Anbau und Aufbereitung,
wir um den Handel.“
Das Verkaufsbüro von Tradin im norddeutschen Weyhe wird
von Heiko Grobecker geleitet. Er ist zuständig für
den gesamten deutschsprachigen Raum.
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Wichtig für den Export:
Sonnenblumenkerne für den Europäischen Frühstückstisch. |
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| © Tradin
Organic Agriculture B.V. |
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